Einweihung der Dorfscheune Gailroth

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| Einweihung der Dorfscheune Gailroth

Die Gemeinde Schnelldorf hatte am Samstag, 11. Mai, allen Grund zu Feiern. In ihrem Teilort Gailroth wurde nach 1 ½ Jahren Bauzeit die neue Dorfscheune von Pfarrer Arved Schlottke offiziell eingeweiht – eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.

Mithilfe der LAG Region an der romantischen Straße konnte die Gemeinde Schnelldorf ein Projekt realisieren, das ganz Gailroth zu Gute kommt. Auf einer Grundfläche von 100 Quadratmetern ist am Ortsrand ein zweistöckiger Mehrgenerationen-Treffpunkt entstanden, der ausreichend Platz für verschiedenste Veranstaltungen bietet. „Diese Dorfscheune ist ganz klar ein Mehrwert für die Region“, betont Schnelldorfs Bürgermeisterin Christine Freier. Und weiter: „Es war ein langer Weg von der ersten Idee bis zur heutigen Einweihung. Aber all das hat sich gelohnt. Die Dorfscheune Gailroth hat Strahlkraft über die LAG Region hinaus.“

Das bestätigte auch der Landrat des Landkreise Ansbach Dr. Jürgen Ludwig, der die Einweihung mit seiner Frau besuchte. Er beglückwünscht die Einwohner zu ihrer neuen Begegnungsstätte und brachte als Geschenk ein Landkreiswappen und einen Apfelbaum mit.  „Das Dorf hat Zukunft. Wir wollen, dass junge Menschen hier bleiben, dass Familien sich wohlfühlen, dass alte Menschen ihren Lebensabend hier verbringen. Um das zu erreichen, benötigt man eben auch eine Maßnahme, die Geld kostet. Aber es ist gut angelegtes Geld.“

Eine Scheune gab es an diesem Ort bereits lange. Allerdings wurde sie nur als Lagerraum für die Freiwillige Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft genutzt. Mit der Zeit wurde sie immer baufälliger. Eine Lösung musste her. So entstand die Idee, die alte Scheune einfach abzureißen und ein neues Gebäude in offener Bauweise zu schaffen. Wichtig hierbei war die Integration des Containers für die Dorfjugend, der seit vielen Jahren neben der alten Scheune seinen Platz hatte. Der Spatenstich fand im Herbst 2017 statt, im Juli letzten Jahres wurde Richtfest gefeiert. Nach 1 ½ Jahren Bauzeit ist die Dorfscheune nun endlich fertig und kann von den örtlichen Vereinen wie den Landfrauen, der FFW oder dem Obst- und Gartenbauverein genutzt werden. Bei einer Führung konnten sich die Gäste selbst ein Bild von dem neuen Begegnungsort machen.

Mit der LAG hatte die Gemeinde Schnelldorf einen starken Partner an der Hand, der sie bei der Umsetzung von Anfang an unterstütze. Insgesamt 135.000 Euro hat die Dorfscheune gekostet.  60 Prozent davon – also ca. 81.000 Euro – hat die LAG mithilfe des EU-Förderprogramms LEADER finanziert. „Die Dorfscheune Gailroth war eines der ersten Projekte, die wir bearbeiten durften“, erklärt Hebert Lindörfer, erster Vorsitzender der LAG, „ohne die Gelder durch LEADER könnten wir so etwas natürlich nie durchführen. Aber genauso wichtig ist auch das bürgeramtliche Engagement. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in einem andern Ort so viel Aktivität wie in Gailroth erleben konnte. Es freut mich sehr, dass wir in der Region so viel voranbringen können. Wir hoffen die Dorfscheune wird gut genutzt und die Menschen fühlen sich hier wohl.“

Eberhard Held, Vorstand der Dorfgemeinschaft Held, ergänzt: „Das Credo der LAG lautet ‚gemeinsam‘. Und gemeinsam haben wir dieses Projekt auch umgesetzt. Es hat unser Dorfgemeinschaftszentrum aufgewertet und komplettiert. Neben dem Spielplatz und dem Feuerwehrhaus ist die Dorfscheune jetzt quasi noch das i-Tüpfelchen.“

Und davon soll Gailroth auch lange etwas haben. Die Gemeinde Schnelldorf stellt sicher, dass die Nutzung bzw. der Betrieb des LEADER Projekts „Dorfscheune“ während der 12-jährigen Zweckbindungsfrist gewährleistet ist und alle anfallenden Kosten vom Projektträger übernommen werden.